Politische Frechheit 1

•Oktober 23, 2007 • Kommentar schreiben

Wußtet Ihr schon, dass unsere Angie schon 2005  g e g e n  Sozialstaatlichkeit und eine sozial verträgliche Marktwirtschaft gewettert hat? Nein???? Na, hier ist der Beweis: Einfach mal mit Verstand lesen……

http://www.cdu.de/doc/pdf/05_06_16_Rede_Merkel_60_Jahre_CDU.pdf

Familienwort 1

•Oktober 23, 2007 • Kommentar schreiben

„Das Recht des Mannes heisst: Ich will.

Das Recht des Weibes heisst: Er will.“

(Friedrich Nietzsche, zit. nach: Grundwissen Soziologie, Klett 2002 (s.61).)

Zitat des Tages:

•Oktober 23, 2007 • Kommentar schreiben

„Ein gutes Mittel, gesunden Menschenverstand zu erlangen, ist ein beständiges Bestreben nach deutlichen Begriffen, und zwar nicht bloß aus Beschreibungen anderer, sondern so viel wie möglich durch eigenes Anschauen. Man muß die Sachen oft in der Absicht ansehen, etwas daran zu finden, was andere noch nicht gesehen haben; von jedem Wort muß man sich wenigstens einmal eine Erklärung gemacht haben, und keines brauchen, das man nicht versteht.“

(Georg Christoph Lichtenberg – Sudelbücher G 206 zitiert nach: „Freie Arbeitsgruppe Hochschulpolitik Marburg (Hrsg.): Globalisierung und Bildung – Hochschulfinanzierung im Kreuzfeuer; BdWi-Verlag 1998)

Goldener Oktober

•Oktober 23, 2007 • Kommentar schreiben

Wiesn!:-) obwohl sie im September stattfindet???

Kakao, Kastanien, Kekse, Kerzen

Drachen steigen, Heizung, Blätterhaufen, bunte Blätter auf den Wegen.
Sonnenlicht, dass durch Nebel rieselt

Nebelfelder in der Stadt, Raureif, Krähengeschrei, Kohl…-gemüse

Wollsocken…..kratzig.

Konzeptänderung

•Oktober 23, 2007 • Kommentar schreiben

Achtung! Hier läßt sich ein nach guter alter Studienordnung ausgebildeter DIPLOM-Pädagoge über diverse erziehungswissenschaftliche „Mönströsitäten in unserer modernen Zeit“ aus. Ich betone deshalb zur Sicherheit, dass ich auf dieser Seite rein subjektive Beobachtungen wiedergebe!!! Ich werde so weit wie möglich diese Beobachtungen belegen, jedoch sind meine Thesen ebenfalls diskussionswürdig! Also lieber lesen und erst nachdenken, dann posten….:-)

Vorsicht! Wer Polemik und Satire nicht versteht oder verstehen will, der ist hier fehl am Platz!

Hinweis: Ich bin KEIN Lehrer!!!

Titel- und Konzeptänderung!

•Oktober 23, 2007 • Kommentar schreiben

Nach dem ich mir ein paar Tage Bedenkzeit genommen habe, bin ich zu dem Schluß gekommen, dass ich mein Blogkonzept modifiziere. Angesichts der aktuellen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in diesem Land, wird es Zeit eine alte Tradition aufleben zu lassen: Das kritische Denken!

Was ist Kritik?

Laut Fremdwörterduden (Duden Band 5, 6. überarbeitete und erweiterte Auflage; 1997) bedeutet Kritik die wissenschaftliche Beurteilung, Begutachtung, bzw. Bewertung einer wissenschaftlichen, künstlerischen, literarischen „Leistung“ (Leistung meint hier also das wissenschaftliche, künstlerische oder literarische Produkt!).

Was ist Kritische Erziehungswissenschaft?

Polemisch ausgedrückt: Die Art von Erziehungswissenschaft, die heute nach den „Hochschulreformen“ nicht mehr erwünscht ist. Laut Krüger/Helsper (Hrsg.): Einführung in die Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft ist Kritische Erziehungswissenschaft, die 3. zentrale Richtung der Erziehungswissenschaft neben der sog. geisteswissenschaftlichen und empirischen. Sie dominierte für ein gutes Jahrzehnt den theoretischen Diskurs. “ Beeinflußt durch die politischen Impulse der Studentenbewegung sowie angeregt durch die sozialphilosophischen/soziologischen Arbeiten der „Frankfurter Schule“ (Horkheimer, Adorno) versuchte sie das Erziehungsdenken innerhalb gesellschaftlichen Wandels und sozialwissenschaftlichen Methoden zu reflektieren.“ (S. 58)

Erziehung muß also immer innerhalb historisch-gesellschaftlicher Prozesse gedeutet werden. Und Erziehung ist niemals wertfrei! Das heißt, dass die gesellschaftskritische Analyse von sozialen Entstehungs- und „Verwertungszusammenhängen“, die empirisch erhoben werden, zur Aufgabe von Wissenschaft gehört. Dazu gehört die Einbeziehung von politischen und ökonomischen Bedingungen in pädagogischen Aussagen um das dialektische Emanzipationskonzept (d.h. individuelle und gesellschaftliche Emanzipation) zu betonen.

Was ist Emanzipation?

Laut dem unten zitierten Wikipediaeintrag

stammt Emanzipation von dem lateinischen emancipare: einen „Sklaven oder erwachsenen Sohn“ aus dem mancipium, der „feierlichen Eigentumserwerbung durch Handauflegen“, in die Eigenständigkeit zu entlassen. Im 17./18. Jahrhundert erfolgte eine Bedeutungsverschiebung: Aus dem Akt des Gewährens von Selbstständigkeit wurde eine Aktion gesellschaftlicher und insbesondere politischer Selbstbefreiung; Ziel emanzipatorischen Bestrebens ist ein Zugewinn an Freiheit oder Gleichheit, meist durch Kritik an Diskriminierung oder hegemonialen (z. B. paternalistischen) Strukturen, oder auch die Verringerung von (z. B. seelischer, ökonomischer) Abhängigkeit, etwa von den Eltern. Häufig steht der Begriff synonym für die Frauenemanzipation.

Oft bezeichnet Emanzipation die Befreiung von Gruppen, die aufgrund ihrer Rasse, Ethnizität, Geschlecht, Klassenzugehörigkeit usw. diskriminiert und von politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen waren (z. B. Judenemanzipation siehe unten – oder Katholikenemanzipation). Für diesen weiteren Begriff politischer Emanzipation hat sich im US-amerikanischen Sprachgebrauch auch die Bezeichnung empowerment (wörtl. „Ermächtigung“) durchgesetzt.

Meine Beobachtungen in den letzten beiden Jahren bezüglich erziehungswissenschaftlicher, bildungs- und soziaolpolitischer Entwicklungen lassen den Verdacht aufkommen, dass Erziehungswissenschaft nur noch dazu da ist, sich neue Konditioniereungstechniken zur sozialen Kontrolle der Kinder (Schüler, Studenten, Azubis) auszudenken und diese durch Leistungsschikanen vom eigenständigen und kritischen Denken abzuhalten. Das fängt bei der Enwicklung von Schulmaterialien von PR-Agenturen an und geht bis zur aktuellen „Hochschulreform“. Das ist alles andere als Emanzipation, Partizipation und Befähigung zur Selbständigkeit.
Diesen polemisierten Thesen werde ich nun hier auf meinem Blog systematisch nachgehen. Dabei werden mir wissenschaftliche Literatur und abgesicherte Internetquellen helfen. Als sehr gute kritische Einführung in das Thema empfehle ich:

Freek Huisken: Erziehung im Kapitalismus, VSA-Verlag 2001.

Zusammen wohnen

•Oktober 2, 2007 • Kommentar schreiben

Heute blogge ich ein bißchen über meinen Alltag. Also ich wohne seit einem halben Jahr mit meinem Freund zusammen. Vorher wohnte ich unter anderem in einer WG und habe mir nicht großartige Gedanken darüber gemacht, als wir beide zusammenzogen. Mittlerweile bin ich zu dem Schluß gekommen, dass es besser gewesen wäre,  wenigstens ein klein wenig mehr über Alltagsorganisation nachzudenken. Denn meine These lautet: Alltagsorganisation ist anspruchsvoller als man/frau so denkt. Alltag fängt mit Aufgabenteilung an. Das ist jetzt eine ziemlich profane Erkenntnis. Diese Erkenntnis anzuwenden, sieht dann schon wieder ganz anders aus: Denn was für Aufgaben fallen eigentlich in einem 2 Personenhaushalt an? Und wie teilt man/frau die Aufgaben gerecht (!) auf? FiftyFifty,oder je nach Pensum des Studiums? Es wird deutlich: Der Alltag bringt Fragen über Fragen…..:-)

SPAM

•Oktober 2, 2007 • Kommentar schreiben

Ich habe heute einige interessante Sachen über wordpress erfahren. In der neuen Version gibt es ein Plugin, dass wohl mit ungefragter Werbung in Zusammenhang gebracht wird. Und das die „Community“ nicht begeistert reagierte. Nun ist es ja wohl auch eine zweischneidige Sache, wenn eine eher als non-profit Community gedachte Internetgemeinschaft auf einmal mit kommerziellen Anbietern anbandelt und das nicht transparent macht. Manchmal ist Intransparenz unverzeihlich. Deshalb wird es wohl bald eine Alternativ-WP-Community geben…

Siehe zur Diskussion z.B. http://spam.weltretter.de/

Birma III

•September 28, 2007 • Kommentar schreiben

Noch einmal ein paar Sätze zu den Ereignissen in Burma/Birma/Myanmar. In der „Bloggosphere“ kann man sehr schön mitverfolgen, was so in der Welt alles passiert. In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte steht in Artikel 3:

Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person. (wikipedia)

Die Ereignisse in Birma sprechen eine andere Sprache. Die Internetverbindungen sind mittlerweile gekappt, soweit ich infomiert bin (in Rangoon). So stoppt man ganz effektiv den Meinungsaustausch und die Berichterstattung via Internet….

Wer sind die Opfer? Unschuldige, die im Namen von internationalen Interessenlagen abgeschlachtet werden. Diese Ereignisse passieren überall auf der Welt, jeden Tag, immer wieder…

Und diejenigen, die das beenden könnten schweigen und sehen zu…….

Ich bin ein Nesthäkchen

•September 28, 2007 • 2 Kommentare

Jetzt hab ich mich wohl geoutet: Nesthäkchen und Einzelkind, mit anderen Worten eine verwöhnte Göre!:-)

Naja, so ganz stimmt das nicht. Bis vor 2 Jahren war ich wohl die Jüngste, dann kam meine Nichte. Ich habe noch zwei ältere Brüder, die beide 14 Jahre älter als ich sind. Also eigentlich kann man zu ihnen auch „Onkel“ sagen. Beide sind berufstätig und einer hat selbst Familie. Ich bin wohl in einer sogenannten bürgerlichen Familie aufgewachsen, in der Bildung eine große Rolle spielt. Mit Eltern, die seit jetzt über 30 Jahren verheiratet sind (ist wohl auch eine Ausnahme?). Und natürlich mit der traditionellen Aufteilung zwischen den Geschlechtern: Vater bringt das Geld rein und Mutter ist Hausfrau. Also alles in allem, der sogenannte „Normalfall“.

Warum ich diese Rubrik „Familie und andere Erfindungen“ genannt habe? Tja, weil das was man so landläuflich unter „Familie“ versteht, ein ideologisches Konstrukt ist, was hinterfragt werden sollte. Da ich gerne „Normalität“ hinterfrage, stelle ich hier die These in den Raum, dass die bürgerliche Kleinfamilie nur e i n Lebensmodell unter vielen anderen ist. Das heißt also, das Previlegien, die gerade die Kleinfamilie und damit die „Besserverdienden“ „fördern“ diskriminiernd gegenüber andere Lebensmodellen (z.B. unverheiratate Paare mit/ohne Kinder, Großfamilien, gleichgeschlechtliche Lebensgmeinschaften, alternative Wohnprojekte etc.) sind. Das Stichwort „Elterngeld“ aus Frau von der Leyens „Ideenkasten“ zeigt auf sehr beeindruckende Art, wie schon previlegierte Familien noch mehr bekommen und dagegen benachteiligte Familien nicht einmal wissen, wie sie Ihre Kinder gesund ernähren können.

Familie als ideologisches Konstrukt zur Erhaltung von Previlegien ist hier mein Thema. Dekonstruiert werden hier die Rollen „Mutter“, „Vater“, „Kind“, „Geschwister“ sowie die „Rollenverteilung“ innerhalb der Familie (Verhältnisse von Eltern zu den Kindern, sowie der Eltern untereinander bzw. der Geschwister).