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Routinen können positiv sein…..manchmal….

Eine kleine Anmerkung:

Alltagsroutinen sind schon ok, sie erleichtern das Leben, vorallem das Zusammenleben. Einkaufen, Hausputz, Studium, Kaffe kochen, Zähne putzen, das sind alles Sachen um die wir uns jetzt nach 10 Monaten endlich keinen Kopf mehr machen…..oder nur selten……oder doch häufiger noch als uns lieb ist…….also ehrlich gesagt, ziemlich regelmäßig?????????? Wir ertappen uns immer wieder dabei, dass die sogenannten Routinen auch immer wieder verhandelt werden, weil sich die Prioritäten verändern. Mal ein typisches Beispiel: Momentan gelingt es uns tatsächlich, die Haushaltspflichten fast fifty-fifty aufzuteilen, juchu, manche Leute kriegen, dass nie hin. Aber sobald das Studium zur Sprache kommt, läßt sich diese Quote nicht mehr aufrechterhalten, denn hier kommt es darauf an, wer was für ein Pensum hat. Also wird immer wieder  - quasi routinemäßig - neu über Alltägliches verhandelt. Puhhhh…..hoffentlich wird dieses auch bald Routine. :-)

Es regnet mal wieder im Pott….

Kleine feine Regentropfen, hellgrau der Himmel und schneidig der Wind, der die Baumgerippe schüttelt. Sonntägliche Stille trägt bei zur Friedhofsstimmung, nur die Uhr, die tickt…..

Lautlos fällt der Nieselregen auf die Fensterbank, die bedeckt mit braunem Schlamm, nun schmierig schimmert und ein Vogel pickt nach Illusionen, nur die Uhr, die tickt………..

Das kranke Dämmerlicht hüllt die ölverschmierten Pfützen ein, die auf Asphalt sich winden, in stille, todesstille, nur die Uhr, die tickt…….

NEU!

Hier in meiner “Beichtstuhl”-Kategorie werde ich oh Wunder!, beichten. Meine Laster, meine Sünden, kleine Unverschämtheiten sollen hier bald beschrieben werden. In Anekdoten und kleinen Gerüchten werde ich von kleinen Geheimnissen erzählen……schon bald :-)

Der kategorische Imperativ:

1785 irgendwo in Königsberg:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne die Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung!”

Immanuel Kant (Kant 1977 (1785), S. 53)

Irgendwo in Hessen…..

Ich weiß, das Statistiken sehr leicht nun ja sagen wir einmal sehr einseitig ausgelegt werden können. Aber ich hätte niemals gedacht, dass jemand so dumm sein kann, in aller Öffentlichkeit sich über zunehmende Jugendgewalt zu beschweren, die er selber nunja…..zu verantworten hat!!!!!! Ich sage nur: Stellenstreichungen in der Justiz, Jugendhilfe bis zur Unkenntlichkeit zusammengekürzt und jetzt beschwert sich jemand?????? Hallo ? Ursache - Wirkung!!!! Leute, das kann ja wohl nicht euer aller Ernst sein…………….(kopfschüttel….) und was soll all diese tiefbraune Rhetorik…….es ist ja bekannt, dass eine gewisse Partei gerne mal den Rechten eine “Politische Heimat” geben will (schlimm genug!!!!), aber das……………und wer unterstützt das Ganze noch???? Na?????  Jaja  das gute Mädel aus der ehmaligen DDR……Stille Wasser sind tief……und dreckig……….

“Verökonomisierte Bildung”

Ich beginne (nach einer langen Pause) mit einem schönen Zitat:

“Die OECD sagt, die PISA-Studie habe gezeigt, dass unser Bildungssystem marode ist - und nahezu alle sagen es nach, ohne zu überprüfen ob es stimmen kann, dass unsere Schüler schlechter seien als bspw. die in den USA. (….) Gedanken nachzusagen hat einen großen Vorteil: Man ist nie alleine und man ist nur selten in der Verlegenheit das, was man behauptet, begründen zu müssen.” Albrecht Müller (Hervorhebungen von mir)

Warum finde ich dieses Zitat schön?

1.) Ganz profan: Ich finde den Stil von Herrn Müller (siehe www.nachdenkseiten.de) toll und ich möchte irgendwann auch so gut schreiben können wie er, ganz ehrlich.

2.) Die OECD ist eine Wirtschaftsorganisation, genauer: Organisation for Economic Co-Operation and Development. Ihr Sitz ist in Paris. Oder auf deutsch: Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ihre Ziele sind “Wirtschaftswachstum” und “Ausweitung des Welthandels”. Warum erwähne ich das? Ganz einfach: Ich habe ein Interesse daran zu wissen, w e r in unserem (sowieso schon verkorksten) Bildungssystem rumpfuscht! Und was noch wichtiger ist: Warum er/sie/es das tut.

3.) Hier nun die alles entscheidende Kernfrage: Was um himmelswillen hat so eine Organisation mit Bildung zu tun?

Ich beantworte mir meine Frage so:

Schauen wir in die Geschichte, so findet der belesene und eifrige Pädagoge einen “historischen Konflikt” und lernt dabei: Bildung war schon immer gefangen zwischen den verschiedenen Interessensgruppen Wirtschaft, Staat und Öffentlichkeit. Die klassischen Bildungstheorien jedoch wurden seit dem 17.-18. Jhr. zwischen reiner ökonomischen Verwertbarkeit von Humanressource (ja, ich weiß, das ist ein schreckliches Wort) und der Idee der Mündigkeit und Emanzipation des Menschen entwickelt. Hieraus entstand ein Konflikt von einerseits “allgemeinen Menschenbildung” und einer (eher) “beruflichen Spezialbildung” andererseits. (Zitat: “Soll Bildung das Individuum zur Mündigkeit und Emanzipation befähigen, oder soll sie nur die Produktion nützlicher und verwertbarer Kenntnisse als ihr Ziel bestimmen? Soll Bildung der allseitigen Entfaltung der im Menschen vorhandenen Anlagen dienen, oder soll sie lediglich den Qualifikationsbedarf einer Gesellschaft einlösen?” aus: Armin Bernhard: Pädagogishes Denken; 2. überarbeitete Aufl.; Baltmannsweiler 2007. S. 57).

Die OECD als eine internationale Wirtschaftsorganisation entwirft also eine großangelegte durchaus repräsentative, vergleichende Studie, in der “Skills” getestet werden……. und  das soll dann belegen, dass unser Bildungssystem im Vergleich marode ist, sprich nicht wettbewerbsfähig, wie es so schon auf neudeutsch heißt……………also eigentlich möchte ich keine wettbewerbszugerichteten Kinder bekommen, sondern glückliche…………?????

Wenn die OECD schon im Bildungsbereich was reißen will, soll sie sich um das kümmern, wofür sie da ist: Förderung der beruflichen Weiterbildung in internationalen Unternehmen und zwar nur da!

Der Medienmainstream ist sch……..

Ich höre gerade auf EinsLive (ok, ok keine sehr seriöse Quelle) einen Beitrag zu dem “Amok” (Lauf wäre ja falsch, denn der hat nicht stattgefunden) vorfall von Köln. Was für ein Drama, ein Schüler begeht Selbstmord aufgrund eines Verdachtes und den darauffolgenden Ermittlungen….. HALLO?! Gehts noch?! Sind jetzt alle Schüler mit PC-Kenntnissen per se verdächtig????? Und warum geht es eigentlich nur darum, wie sich die Lehrer besser schützen können???????

Denkt einer vielleicht mal an das seelische Leid der Kinder????? Denkt einer vielleicht mal an die Eltern, die wegen Herrn Schäuble (ja das ist jetzt sehr plakativ…) ihren Sohn verloren haben?????? Unfassbar was hierzulande abgeht…….auch im Namen unrühmlicher “Schulpsychologen”. Wer kontrolliert die eigentlich?????

Letzten Mittwoch in der taz:

taz-Titelseite: “Ein Volk, ein Haus, keine Probleme mehr?” (21.11.2007 Nr.8435), der Artikel dazu folgte auf der 3. Seite.  Schauder, das nennt man also “Integration” in Deutschland im Jahre 2007 ???? In einer Demokratie sollte es wohl möglich sein, dass jeder da wohnen kann, wo er will…….uups d.h. doch nicht wir hier…….keine………????? Wahnsinn…… :-(

Pädagogik und Ökonomie

Nach langer Zeit mal wieder was neues: Der Zusammenhang von Pädagogik und Ökonomie ist nicht wirklich neu. Das Bildungs- und Erziehungssystem war schon immer genötigt, seinen ökonomischen Nutzen darzustellen. Auch ist es nicht neu, dass Erziehung und Bildung (die Begriffsunterscheidung gibt es übrigens nur im deutschen Sprachraum!) bestimmten Ideologien folgen. Apropos Ideologien: Das ökonomische Paradigma (das besagt nichts anderes, als dass das Geld bestimmt, was an Erziehung und Bildung notwendig ist) zieht seit ungefähr 20 Jahren sehr verstärkt ins Erziehungs- und Bildungssystem ein und hat es heutzutage anscheinend fest im Griff und alle Pädagogen    s c h w e i g e n dazu…..(nun nicht alle, aber die, die was bewegen könnten…). Das beste Beispiel sind die Professoren an den Universitäten, die durch die sogenannten “Hochschulreformen” (übersetzt heißt das “Privatiserung von Hochschulbildung” und damit noch mehr Bildungsungerechtigkeit) keine freie Wissenschaft mehr betreiben können, aber dass wird in der Öffentlichkeit überhaupt nicht diskutiert…..typisch deutsch oder auch “Unter den Talaren, der Muff von tausend Jahren…..”-tja, manche Dinge ändern sich nie :-(

Interessanter Link zum Thema Hochschule

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26415/1.html